Datenschutzerklärung Famelino

Entwurf für die Testphase. Muss vor dem Start von einer Anwältin oder einem Anwalt für Datenschutzrecht und vom Datenschutzbeauftragten geprüft werden. Alle Stellen in [eckigen Klammern] sind auszufüllen. Stand: 21.10.2026, nach dem Stand des Famelino-Codes (Fristen stehen so im Code).

1. Wer ist verantwortlich?

Maximilian Beck, [Straße und Hausnummer – fehlt noch], 41812 Erkelenz, E-Mail: [Adresse], Telefon: [Nummer]
Datenschutzbeauftragte/r: [Name, Kontakt] – nach der Vorrecherche voraussichtlich Pflicht (§ 38 BDSG, weil eine Datenschutz-Folgenabschätzung nötig ist).

2. Grundsätze

Famelino schützt ältere Menschen vor Betrug. Wir erheben so wenig Daten wie möglich. Wir zeigen keine Werbung, verkaufen keine Daten, erstellen keine Werbeprofile und nutzen keine Analyse- oder Tracking-Dienste.

3. Welche Daten wir verarbeiten, wofür, auf welcher Grundlage

WasWofürRechtsgrundlage (Art. 6 DSGVO)Wie lange
Konto: zufällige Kennung, selbst gewählter Anzeigename, öffentlicher Teil Ihres PasskeysAnmeldung ohne Passwortb) Vertragbis zur Kontolöschung
Anmelde-Sitzungangemeldet bleibenb) Vertragendet nach 14 Tagen ohne Nutzung, spätestens nach 60 Tagen; dann neu mit Fingerabdruck
Geräte-Kennung: Die App erzeugt für die Anmeldung eine zufällige Kennung; der Server speichert nur einen Hashwert davonSitzung an Ihr Gerät bindenb) Vertrag, f) Sicherheitwie die Sitzung
Einstellungen am Konto (Expertenmodus, später Sprache)Ihre Einstellungen auf jedem Gerätb) Vertragbis zur Kontolöschung
Einladung und Freigabe: wer wen eingeladen hat, Stand der FreigabeSchutz vor Betrügern in der Gemeinschaftb) Vertrag, f) Sicherheitbis zur Kontolöschung
Gemeinschafts-Prüfung: Art (Video, persönlich, Bürgschaft, Vor-Ort-Partner), wer bestätigt hat, ZeitpunktNur echte Senioren im Treffb) Vertrag, f) Sicherheitbis zur Kontolöschung
Verdachtsmeldungen: wer wen gemeldet hatKlärung durch einen Menschenf) Sicherheitbis zur Klärung, dann sofort gelöscht
Familien-Verbindungen und RechteFamilie unterstützt den Seniorb) Vertragbis zur Trennung oder Löschung
Grober Ort (Stadtteil) für AngehörigeFamilie sieht, ob das Viertel betroffen ista) Einwilligung des Seniors, gesondert abgefragt, jederzeit widerrufbarbis zum Widerruf, zur Trennung oder Löschung
Alarme: Kanal, erkannte Warnzeichen, Antwort der FamilieFamilie bei Betrugsverdacht informierenb) Vertrag7 Tage sichtbar, nach 90 Tagen gelöscht
Zu prüfende Nachricht oder NummerBetrugsprüfungb) Vertragwird nicht gespeichert; nur ein Prüf-Ergebnis bis zu 6 Stunden im Arbeitsspeicher (unter einem Schlüssel-Hash, nicht in der Datenbank)
Gemeldete Nummern (nur als Hash), Art des Falls, grober OrtWarnung anderer Nutzerf) Schutz der Gemeinschaft90 Tage
Treff: Gruppen, Nachrichten, Angebote (mit bis zu drei Fotos, ohne versteckte Zusatzangaben)Austausch unter Seniorenb) Vertrag90 Tage, oder früher beim Löschen
Feedback (anonym, außer Sie kreuzen „mit Namen“ an)App verbessernf) berechtigtes Interesse180 Tage
Anliegen: Kündigung, Widerruf, Einspruch, Inhaltsmeldung (Name, E-Mail, Ihre Angaben)Bearbeiten und nachweisenb) Vertrag, c) rechtliche Pflicht (§§ 312k, 355 BGB, Art. 16 DSA)3 Jahre (Verjährung), danach gelöscht
Abo: Paket, Laufzeit, Stripe-Abo-Kennung (Webseite) oder Google-Play-Kaufbeleg (Android-App), Zeitpunkt Ihrer Zustimmung zum sofortigen BeginnAbrechnung, Nachweisb) Vertrag, c) Aufbewahrungspflichtin der App bis zur Kontolöschung; Rechnungen und Buchungsbelege 8 Jahre (§ 147 AO, § 257 HGB), gespeichert bei Stripe bzw. Google und in der Buchhaltung
Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen: Fassung, Zeitpunkt, die drei Häkchen (Nutzungsbedingungen, Datenschutzerklärung gelesen, mindestens 18 Jahre)Nachweis, dass Sie den Bedingungen zugestimmt habenb) Vertrag, f) Nachweis gegenüber Ansprüchenbis zur Kontolöschung [Anwalt: ob länger, Art. 17 Abs. 3 e DSGVO]
Push: technische Adresse des Push-Dienstes Ihres GerätsSofort-Nachricht bei Alarma) Einwilligungbis zum Ausschalten oder Löschen
Server-Protokolle (technische Meldungen)Betrieb und Fehlersuchef) Sicherheithöchstens 30 MB je Dienst, ältere werden überschrieben (in der Regel wenige Tage)
IP-Adresse für die Anfragen-GrenzeSchutz vor Missbrauchf) Sicherheitnur im Arbeitsspeicher, nach 1 Stunde verworfen

Nachrichten im Treff und Ortsangaben sind auf dem Server verschlüsselt gespeichert.

4. Prüfung durch eine KI

Nachrichten prüft eine KI, die auf unserem eigenen Server läuft (Ollama). Der Text verlässt unseren Server nicht und wird nicht gespeichert. Vor der Prüfung ersetzen wir Telefonnummern, Kontonummern (IBAN), Kartennummern und E-Mail-Adressen durch Platzhalter. Ist die KI nicht erreichbar, prüfen feste Regeln. Jedes Ergebnis trägt den Hinweis, dass es von einer KI (oder nur von Regeln) stammt und sich irren kann (Art. 50 KI-Verordnung).
Die Einstufung ist eine Empfehlung. Es gibt keine automatisierte Entscheidung mit rechtlicher Wirkung (Art. 22 DSGVO): Sperren von Konten und Inhalten entscheidet immer ein Mensch. [Anwalt: bestätigen.]
(Eine Cloud-KI eines Drittanbieters ist im Code abgeschaltet und nur durch eine ausdrückliche Einstellung möglich. Würde sie eingeschaltet, muss dieser Abschnitt vorher geändert werden.)

Bildschirmfotos prüfen: Wenn Sie ein Bildschirmfoto prüfen lassen, wird das Bild auf dem Famelino-Server selbst gelesen, per Texterkennung und mit einer lokalen Bild-KI. Das Bild liegt nur im Arbeitsspeicher und wird nach der Prüfung verworfen. Es wird nicht gespeichert und nicht weitergegeben.

Sprachfragen an den Flamingo: Das ist freiwillig. Ihre Aufnahme wird auf dem Famelino-Server mit einer eigenen Spracherkennung in Text umgewandelt (kein Google, keine Cloud) und nicht gespeichert.

Vorlesen durch den Flamingo: Die Stimme des Flamingos entsteht auf dem Famelino-Server mit einer eigenen Sprachausgabe (Piper, kein Google, keine Cloud). Dorthin geht nur der Text, den die App gerade vorliest, nie eine Aufnahme von Ihnen. Häufige Sätze bleiben kurz im Arbeitsspeicher, damit sie schneller kommen; auf der Festplatte wird nichts gespeichert. Ist die App auf Türkisch eingestellt, liest stattdessen die Sprachausgabe Ihres Handys vor; dabei geht nichts an Famelino.

Fotos im Treff: Zu einem Angebot im Treff können Sie bis zu drei Fotos Ihrer Projekte zeigen. Das ist freiwillig. Bevor ein Foto gespeichert wird, entfernt der Server versteckte Zusatzangaben wie Aufnahmeort (GPS), Datum und Kamera und prüft den Bildtext auf Betrugsmuster. Die Fotos sehen nur angemeldete Famelino-Nutzer, nicht die Öffentlichkeit. Sie werden zusammen mit dem Angebot gelöscht, spätestens nach 90 Tagen oder wenn Sie es selbst löschen. Bitte zeigen Sie keine Gesichter anderer Menschen ohne deren Einverständnis. [Anwalt: Hinweis zu Fotos mit Personen prüfen.]

Kleinanzeigen prüfen: Bei einer Anzeige oder einem Chat von Kleinanzeigen liest Famelino nur, was Sie zeigen (z. B. „Aktiv seit“, Zufriedenheit, Zahlungsart), und stellt Ihnen bis zu vier Rückfragen. Famelino fragt nichts bei Kleinanzeigen.de ab und speichert nichts davon.

Anrufe am Festnetz: Wenn Sie eine Nummer eintippen oder die Anrufliste Ihrer Fritz!Box prüfen lassen, gleicht der Server die Nummern (höchstens 50 auf einmal) mit den gemeldeten Nummern ab. Er speichert sie nicht, schreibt sie in kein Protokoll und gibt sie nicht zurück, nur die Einstufung. Die Verbindung zur Fritz!Box und ihr Passwort bleiben auf Ihrem Handy; Famelino hört keine Gespräche mit und nimmt nichts auf. Eine Rufsperre setzt Famelino nur, wenn Sie ausdrücklich zustimmen, und Sie können sie jederzeit aufheben.

Familie und Hilfe: Wenn Sie es erlauben, sieht eine Angehörige oder ein Angehöriger Ihre Prüfungen live mit (Ampel, Titel, Rat). Den Text der Nachricht sieht sie nur, wenn Sie ihn ausdrücklich mitschicken. Das liegt nur im Arbeitsspeicher und ist nach 24 Stunden weg. Mit „Hilfe holen“ oder „Familie um Anruf bitten“ geht an Ihre Familie nur Ampel, Titel und Herkunft des Ergebnisses, nie der Nachrichtentext. Sie können jedes Recht unter „Meine Freigaben“ einzeln zurücknehmen.

Punkte und Pokale: Für die Seite „Meine Punkte“ zählen wir, seit wie vielen Monaten Ihr Konto geprüft ist. Das Famelino-Team kann Ihnen einen Pokal mit einer kurzen Begründung schenken; das wird mit Datum gespeichert, bis Sie Ihr Konto löschen. Pokale geben keine Rechte und ändern nichts am Schutz.

Maschen erkennen: Um neue Betrugsmaschen früh zu sehen, zählen wir je Tag nur Ampel und Titel roter und gelber Prüfungen – nie den Text, nie wer geprüft hat, nie die Herkunft. Titel mit Nummern, Links oder Adressen zählen wir gar nicht.

Protokoll des Famelino-Teams: Was Admins tun (z. B. Konto freigeben, Pokal vergeben), wird mit Admin, Aktion, Zeitpunkt und kurzem Bezug protokolliert, nie mit Nachrichten oder Codes. Das dient der Kontrolle des Teams und wird nach 365 Tagen gelöscht; löschen Sie Ihr Konto, wird der Bezug auf Sie entfernt. Ein Konto dauerhaft sperren oder ablehnen darf ein Admin nicht allein: Sobald es zwei Admins gibt, muss ein zweiter bestätigen.

5. Fingerabdruck und Gesichtserkennung

Famelino erhält keine biometrischen Daten. Fingerabdruck oder Gesicht prüft allein Ihr Handy, um den Passkey freizugeben; an Famelino geht nur eine kryptografische Bestätigung. [Anwalt: bestätigen, dass damit Art. 9 DSGVO nicht berührt ist.]

6. Gemeldete Telefonnummern

Nummern speichern wir nur als Hash, nie im Klartext. Andere Nutzer sehen nur, wie oft eine Nummer gemeldet oder gesperrt wurde – nie, von wem. Erst ab einer Mindestzahl verschiedener Meldender wird überhaupt etwas angezeigt. Wer meint, seine Nummer sei zu Unrecht gemeldet, kann – auch ohne Konto – unter „Einspruch“ eine Prüfung verlangen (Art. 21 DSGVO). Wir prüfen und nehmen die Nummer gegebenenfalls heraus.

7. Empfänger

8. Ihre Rechte

Auskunft und Datenübertragbarkeit (Art. 15, 20 – in der App unter „Meine Daten herunterladen“), Berichtigung (Art. 16), Löschung (Art. 17 – in der App unter „Mein Konto ganz löschen“ sofort möglich, auch solange Ihr Konto noch auf Freigabe wartet), Einschränkung (Art. 18), Widerspruch (Art. 21), Widerruf einer Einwilligung (z. B. Standort oder Push ausschalten, wirkt für die Zukunft), Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde, die zuständige Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen (LDI NRW), Kavalleriestraße 2-4, 40213 Düsseldorf.

9. Speicherung im Browser

Die App speichert in Ihrem Browser nur das Anmelde-Token, ob und wann Sie den Nutzungsbedingungen zugestimmt haben, Ihre Ansicht (einfach oder Experte; der Expertenmodus liegt zusätzlich an Ihrem Konto), Aussehen und Ihre Wahl zur Sprachsteuerung. Keine Tracking-Cookies, keine Analyse-Dienste. Deshalb ist kein Cookie-Banner nötig (§ 25 Abs. 2 TDDDG). [Anwalt: bestätigen.]

10. Sicherheit

https-Verschlüsselung, Passkeys statt Passwörtern, verschlüsselte Speicherung sensibler Inhalte, verschlüsselte tägliche Sicherungen, Zugriff nur für wenige Admins. Details: Technische und organisatorische Maßnahmen (Datenschutz-Dokumentation).

11. Änderungen

Letzte Änderung: 21.10.2026


Offene Fragen an den Anwalt / DSB: Rolle von Familienmitgliedern (gemeinsame Verantwortung?), Einwilligung und Betreuung bei Senioren mit eingeschränkter Einsicht, Datenschutz-Folgenabschätzung (Entwurf liegt vor), Verdachtsmeldungen und Sperren (Art. 22), Push-Dienste als Drittlandübermittlung.

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